Amethyste

Amethystdruse

Ein Stück einer Amethystdruse.

Amethyste zählen zu den Edelsteinen, weil sie über die Mohshärte 7 verfügen.  Seit der Antike gilt der Amethyst als magischer und mystischer Stein, der es verhindern sollte nach Genuss von z.B. Wein berauscht zu sein. Ferner sollte er vor Diebstahl schützen, wer einen Amethyst trägt, der wird nicht bestohlen. Als Grabbeigaben sollte er die Verstorbenen vor Grabraub schützen. Dieser Glaube hielt bis ins Mittelalter an und findet heute noch Anklang.

Der Amethyst ist ein Oxid aus Eisenoxid, Mangan und Sauerstoff, eine Form des Minerals Quarz und bildet eine Kristallstruktur aus. Das Farbspektrum reicht von zartrosa bis dunkelviolett. Im Amethyst- Kristall ist die Farbgebung unregelmäßig. Häufig sind die Spitzen des Amethyst- Kristalls intensiver gefärbt als die übrigen Sektoren , dies nennt man Spitzenamethyst. 

Amethystenohrringe

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Der Amethyst ist ein relativ weitverbreitetes Mineral, jedoch Kristalle,  die zur Schmuckverarbeitung tauglich sind, findet man nur in wenigen Ländern z.B. in Brasilien, Uruguay, Namibia, Madagaskar, Russland und Sri Lanka.  Sie kommen vor in Gesteinshohlräumen, den sogenannten Drusen oder in vulkanischem Gestein.  Amethystdrusen können sehr groß sein und werden hauptsächlich in Brasilien gefunden.

Am wertvollsten stuft man den dunkel violetten Amethyst ein. Eine sehr interessante Qaurzform ist der Ametrin, der in einem Stein eine natürliche Mischung aus Amethyst und Citrin darstellt.  Eine sehr schöne und seltene Quarzvarietät ist der Prasiolith, der auch als grüner Amethyst, Grünquarz oder Vermarin bezeichnet wird. Der Rohstein ist wenig durchscheinend und von einer zart grünen Farbe. In geschliffenem Zustand ist er hellgrün und klar.  Der Prasiolith ist ein sehr begehrter Schmuckstein, jedoch sehr selten. Seine Fundorte sind Indien, Russland und Simbabwe.

Amethyste werden oft farbverändert. Durch Brennen wechselt der Amethyst seine ursprünglich zartrosa bis dunkel violette Farbe in gelb ähnlich dem Citrin. Auch der Prasiolith kann imitiert werden durch Brennen der violetten Amethyste, kann die Farbveränderung u.a. nach grün erfolgen.  In Deutschland müssen im Handel gebrannte Edel- und Schmucksteine nicht deklariert werden, wenn eine dauerhafte Farbveränderung dadurch erzielt wurde.  Seit dem 20. Jahrhundert werden Amethyste auch künstlich hergestellt, entweder als Glasfälschung oder Dublette.

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