Verführerisch schön

Ein natürlicher Rhodonit, fast wie die Blütenblätter einer roten Rose. Frei verändert nach Rob Lavinsky, iRocks.com – CC-BY-SA-3.0 [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

 

Ein Rosenquarzring aus unserem Shop.

Sicherlich haben Sie es auch schon einmal erlebt, bei einem Einkaufsbummel absolut überwältigt vor einer Auslage stehen zu bleiben und bewundernd die zum Kauf angebotenen Edelsteine zu betrachten. Insgeheim haben Sie sich schon immer so etwas gewünscht. Wenn man einmal raten darf, könnte es sich um einen Edelstein handeln in traumhaftem Rot oder zartem Rosa? Continue reading

Posted in Edelsteine, Wissen | Tagged , , , | Leave a comment

Focus Amethyst Schmuck

Amethystdruse

Ein Stück einer Amethystdruse.

Der Amethyst ist als Heilstein bereits seit der Antike bekannt. Griechen und Römer maßen ihm die Wirkung zu, den Rausch des Weins abzumildern. Auch heute schreibt man dem Amethyst diese reinigende und entrauschende Wirkung zu. Der Amethyst wird gerne als Schmuck am Körper getragen, er wird bei Anhänger und Ringen ebenso verarbeitet wie bei Ohrringen und Armbändern. Auch werden Drusen dieses Edelsteins gerne im Raum aufgestellt. Durch ihre Farbe, welche sich vielleicht noch verstärken lässt durch die passende Beleuchtung, strahlen sie eine mystische Aura aus. Continue reading

Posted in Empfehlungen | Tagged , , , | Leave a comment

Märchenhafte Naturedelsteine

Ein Mookait Armband aus unserem Shop. Im Hintergrund ist eine Landschaftsaufnahme aus Brisbane.

Beim Anblick des Mookait kann man ins Schwärmen geraten. Er ist interessant und phantasievoll in Farbe und Muster. Der Mookait kann die Farben beige, braun, gelb, orange, karminrot und weiß enthalten.  Mit Bänderung und fast surrealistischen Motiven begeistert er Edelstein- und Schmuckliebhaber. Besonders schön kommt die natürliche Attraktivität des Mookait zur Geltung, wenn die Steine glatt poliert designt sind.  Auch wird dem Mookait heilende Wirkung und positiver Einfluss auf die menschliche Psyche nachgesagt.  Continue reading

Posted in Edelsteine | Tagged , , , | 1 Comment

Ketten und ihre Designs

Ketten gibt es nicht nur in unterschiedlichen Längen, sondern vor allen in unterschiedlichen Arten. Jede hat ihr eigenes Muster.

Der Mensch ist im eigentlichen Sinne konservativ und möchte alles festbinden oder festhalten. Daher kommt wohl auch die Erfindung der Kette, eben an die Kette legen. Die Kette im Allgemeinen ist beweglich, oft durch Kettenglieder oder Gelenke verbunden. Der Beginn der Kette wird datiert auf etwa Bronzezeit und wie der Name schon sagt, ist die Kette aus Metall hergestellt worden. Der Ursprung der Bezeichnung Kette stammt aus dem Lateinischen „catena“. Das lateinische Wort „catena“ wurde im Laufe der Epochen umgewandelt bis zum heutigen Begriff „Kette“. Die ersten Ketten wurden als Fesseln benutzt für Gefangene und Sklaven. In Fesseln gelegt wurden Hals, Handgelenke und Füße. Heute sind die Gefangenen-Fesseln Handschellen oder Fußfesseln, scherzhaft oft bezeichnet als „Freundschaftsringe vom Staatsanwalt“. Auch zum Festhalten von Dingen werden und wurden Ketten verwendet z.B. für Kessel und Schiffe. Auch zum Schutze gegen feindliche Waffen entwarf man die Kettenrüstung oder im technischen Bereich zur Kraftübertragung wurden Ketten verwandt. Aber nicht nur die Beweglichkeit der Kette ist wichtig, auch die Festigkeit, daher wurden die ersten Ketten aus Eisen geschmiedet. Um die Rostanfälligkeit von Eisen zu minimieren, wurde das Metall veredelt und es entstand Stahl. Continue reading

Posted in Wissen | Tagged , | 2 Comments

Faszination Kreis

Fraktale

Die Blume des Lebens lässt sich aus mehreren Kreisen konstruieren ähnlich wie diese künstlerische Anordnung von Kreisen, welche auch eine gemeinschaftliche Form geben.

Was ist dran am Kreis und warum finden Menschen jeder Kultur seit vielen tausend Jahren den Kreis so faszinierend? Bringen wir es auf zwei Punkte:

  1. Der Kreis ist perfekt
  2. Er läßt sich nicht verändern, ergänzen und umformen aber schon

Schneidet man z.B. eine Hälfte des Kreises aus dem Ganzen heraus und zerlegt diese in Kreissegmente, ordnet sie gerade an, so erhält man ein Rechteck. Um die Krümmung des Kreises, also warum er rund ist geometrisch und mathematisch zu erklären, benötigt man das Kapitel der Analysis, ein eigenständiges Kapitel der Mathematik. Die Analysis umfasst u.a. die Differential- und Integralrechnung. Grob gesagt, beschränkt sich die Analysis auf mathematische Funktionen, die eine Abbildung einer Beziehung zwischen zwei Mengen darstellen, wobei jedes Element einer Menge genau einem Element einer anderen Menge zugeordnet wird. Man kann sich nun auch mit der transzendenten Kreiszahl π beschäftigen, aber das führt zu weit und lenkt uns nur vom eigentlichen Thema ab. Diese vielen Betrachtungsweisen des einfachen und ebenen Gebildes Kreis, zeigt uns wie schwierig und auch faszinierend das Thema eigentlich ist. Continue reading

Posted in Schmuckmotive, Wissen | Tagged | Leave a comment

Beliebte Schmucksteine: Peridot, Tansanit und Achat

Der Peridot

Peridot

Ein ungeschliffener Peridot
By Lech Darski (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Der Peridot ist seit der Antike ein beliebter Schmuckstein aber besonders im Mittelalter wurde der Peridot sehr geschätzt und diente als Kirchenschmuck, auch sagt man dem Peridot Heilwirkung nach und er kann böse Geister vertreiben. Bis heute hat er seine Faszination nicht verloren schon aufgrund seiner Konsistenz und seiner intensiven hellgrünen Farbe. Zwar kann man dem Peridot keine Edelsteinqualität zuschreiben, aber er lässt sich sehr gut verarbeiten und auch facettieren, was ihm außergewöhnliche Schönheit verleiht.

Der Peridot verfügt über eine Mohshärte von 6,5-7 und gilt somit als mittelhart. Der Peridot gehört zur Olivin-Gruppe und wird als Neo-Silikat eingestuft. Im Gegensatz zu anderen Olivinen verfügt er über Magnesium, also ein Magnesium-Eisen-Silikat. Wenn man den Peridot ansieht kann man richtig poetisch werden und gerät ins Schwärmen. Sein Äußeres mutet an wie eine Blume mit Tautropfen auf einer frischen Frühjahrs- oder Sommerwiese. Fast könnte man einen zarten Duft erahnen. Seine Ausstrahlung und Wirkung auf den Betrachter ist immens fast schon hypnotisierend. Der Peridot erzeugt eine romantische Emotionalität und Gefühle des Glücks. Aufgrund seiner Schönheit und strahlender Naturfarbe vertreibt er negative Gedanken und verbreitet Freude sowie emotionale Wärme.

Exotisch sind seine Fundorte ursprünglich St. John’s Island im Roten Meer und heute wird er abgebaut u.a. in China, Sri Lanka und Pakistan. Edel gefasst und designt mit Gelb-, Weißgold oder Silber ist der Peridot ein Augenschmaus. In Gelbgold gefasst versprüht der Peridot Wärme und Eleganz. In Weißgold oder Silber gefasst lässt seine intensiv hellgrüne Naturfarbe erstrahlen.  Tragbar ist eine Peridot-Kreation zu jeder Gelegenheit, krönt die festliche Garderobe und auch ein edler Blickfang bei jeder Jahreszeit. Der Peridot eignet sich auch in Kombination mit anderen Farbedelsteinen oder wunderschön auch mit weißen Zirkonia oder Brillanten, lassen ihn zu einem exklusiven und unentbehrlichen  Juwel werden.

 

Der Tansanit

Der Tansanit ist ebenso wie der Peridot eine exotische Schönheit und viel seltener als ein Diamant. Wie der Name bereits ausdrückt, werden Tansanite nur in Afrika/Tansania gefunden. Der beliebteste Tansanit hat eine bläuliche fast saphirblaue Naturfarbe. Er kommt in Kristallen vor und ist stark pleochroitisch und je nach Lichteinfall dreifarbig, eine Mischung aus blau, purpur-rot und bronzefarben. Er ist kristallklar und augenrein, d.h. ohne sichtbare Einschlüsse.

Ein Weißgold Collier mit einem Tansanit auf Marinas Schmuckwelt

Die Farbe Blau ist heilig bei den Massai und ebenso der Tansanit. Oft werden Mütter bei den Massai bei der Geburt eines Kindes mit einem Tansanit beschenkt als Symbol für ein erfolgreiches Leben. Der Tansanit ist eine Varietät des Mineralsteins Ziosit. Ziosit ist ein sehr selten vorkommendes und komplexes Mineral Calcium-Aluminium-Silikat. Der Tansanit verfügt über eine Mohshärte von 6,5-7 und wird ausschließlich zur Verarbeitung von Schmuck verwendet. Somit ist er ein Schmuckstein, mittelhart, lässt sich gut verarbeiten und facettieren. Der Facettenschliff erhöht den natürlichen Pleochroismus und fügt ein wunderschönes Feuer und Brillanz hinzu.

Der Tansanit ist ein sehr seltener, vielfarbiger und schöner Stein, der in preislicher Hinsicht mit einem hochwertigen Diamant bzw. Brillant mithalten kann. Er ist ein extravaganter Blickfang und kommt neben einem Facettenschliff in Weißgoldverarbeitung sowie als Solitär besonders gut zur Geltung. Auch beim Anblick dieses unvergleichlichen Schmucksteins kann man ins Schwärmen geraten und den Tansanit mit einer zarten exotischen Blüte vergleichen.

 

Der Achat

Achat Armbänder pink

Ein Achat Armbander pink aus unserem Shop

Ein weiterer sehr beliebter Schmuckstein ist der Achat. Der Achat ist eine Varietät des Minerals Quarz und fällt besonders durch seine natürliche Vielfarbigkeit und Muster sowie Bänderungen auf. Er verfügt über eine Mohshärte von 7 und gilt somit als Schmuckstein. Der Achat hat eine sehr bewegte und lange Geschichte. So wurde er im antiken Ägypten zur Herstellung  von Skarabäen verwendet. Diese Glücksbringer und Schutzsteine trug jeder Ägypter stets bei sich. Im antiken Rom wurde der Achat als Reichtum bescherender Stein angesehen und im Mittelalter glaubte man er würde den Träger unsichtbar machen.

Neben den mythischen Bedeutungen und Heilwirkungen des Achates ist er ein wunderschöner Schmuckstein, der nach polieren seine Farbvielfalt, interessante Muster und Bänderungen voll entfaltet und ein exklusiver Schmuck ist. Der Achat wird oft ohne Kombination von Metallen oder Edelmetallen designt aber auch gefasst ist er ein zauberhafter Stein. Achate bilden sich in Gesteinshohlräumen  bei vulkanischer Aktivität entweder als Mandel (vollständige Ausfüllung des Hohlraumes) oder als Druse (unvollständige Ausfüllung des Hohlraumes). Der Achat kommt sehr häufig vor z.B. in Europa, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Asien, Australien und Neuseeland.

Achat Armbander türkies

Ein Achat Armbander türkies aus unserem Shop.

Der Achat wird einmal nach der Farbe unterteilt als Aprikosenachat in rosa, als Blutachat in orange und rot, als Onyx (z.B. Sardonyx) in schwarz-weiß oder braun-weiß, Friedensachat in weiß und Honig-Achat in gelb. Eine weitere Unterteilung des Achates ergibt sich nach der Ausbildungsform. Achat ist einer der vielfältigsten und bekanntesten Mineralsteine und heute noch verwendet als Heilstein und wird zu traumhaft schönem Schmuck verarbeitet. Natürlich löst auch der schöne Achat emotionale Glücksgefühle aus, wenn man ihn  betrachtet und trägt. Dabei ist wohl auch seine Heilwirkung ein bisschen basierend auf sein wunderschönes Erscheinungsbild und seine Geschmeidigkeit.

 

Posted in Edelsteine | Leave a comment

Gravur Sprüche

Einen für alle Situationen passenden Spruch gibt es leider nicht, aber eine schier unendliche Anzahl Gravur Sprüche aus denen sich der persönliche Favorit für einen speziellen Zweck auswählen lässt. Einige sind universeller, andere wiederum persönlicher, oder geben vielleicht auch nur eine Anregung für den ganz eigenen Spruch. Im Folgenden haben wir eine Liste aufgestellt mit einigen ausgewählten Gravur Sprüchen zu vielen Themen und Anlässen. Continue reading

Posted in Ratgeber, Schmuckmotive | Tagged , | Leave a comment

Gravur und Gravieren

Die Gravur ist bis heute eine gern gesehene Fertigkeit um Schmuck oder andere Gegenstände mit einem persönlichen Spruch oder einem Bild zu versehen. Dabei ist das Gravieren keine neue Erfindung, sondern wurde bereits in der Steinzeit ausgeführt. Continue reading

Posted in Wissen | Tagged , , | Leave a comment

Goldschmied, Silberschmied und Kupferschmied

Schmuck kann aus den verschiedensten Metallen oder auch völlig ohne Metall gefertigt werden. Populäre Metalle sind Gold und Silber und lassen sich leicht mit Berufsbezeichnungen wie Goldschmied oder Silberschmied verbinden. Entgegen der ersten Annahme beschäftigt sich der Goldschmied nicht nur mit Gold und der Silberschmied mit Silber. Auch der vergessene Kupferschmied muss nicht nur mit Kupfer gearbeitet haben und wird eher keinen Schmuck hergestellt haben, denn die Bezeichnungen beziehen sich nicht auf das Material, sondern auf die Tätigkeit. Continue reading

Posted in Wissen | Tagged , | Leave a comment

Schmuck im Wandel der Zeit

Eine Tiara - ein antiker Kopfschmuck

Eine Tiara ist ein ursprünglich aus Persien stammender Kopfschmuck der später insbesondere von Griechen und Römern getragen wurde.

Das Wort Schmuck ist für uns so gebräuchlich, dass wir uns über die Bedeutung keine Gedanken machen. Genau weiß man es nicht, aber das Wort Schmuck soll aus dem Altgermanischen kommen und bedeutet Zierde, Verschönerung, aber auch Statussymbol, symbolisch religiös, Glücksbringer und trägt zur Verbesserung des geistigen und körperlichen Zustandes bei. Es liegt in der Natur des Menschen, sich und sein Heim mit zierenden Gegenständen nach Geschmack, Vermögen und Persönlichkeit zu schmücken. Wir wollen uns auf den Körperschmuck konzentrieren z.B. Armschmuck, Halsschmuck und Fingerschmuck. Beachtenswert und als ältester Schmuck einzustufen ist der Zierrat aus der Steinzeit. Zunächst fertigte man Schmuck aus Materialien aus der Umgebung an, eben alles, was man fand. Pflanzen band man zu hübschen Blumenkränzen, oder Holz, Tiertrophäen und Menschentrophäen z.B. die Zähne besiegter Gegner, Muscheln und verschiedene Steine wurden zu Schmuck verarbeitet. Dabei wurden die Utensilien angebohrt und an einer Schnur aus Tiersehnen, Leder oder ähnlichem befestigt, um sie als Kette tragen zu können.

Schmuck in der Bronzezeit

Der Schmuck der Bronzezeit war wie der Name dieses Zeitalters aus Bronze, die Legierung aus Kupfer und Zinn, aber auch Gold und Silber wurden verarbeitet. Hauptsächlich wurde in der Bronzezeit Halsschmuck in Form von kunstvoll geschmiedeten Halsreifen und Ketten, Armreifen und Fingerringen hergestellt. Phantasievolle Kreativität und kunsthandwerkliches Können repräsentieren die Schmuckstücke aus der Bronzezeit.

Medaillon mit Camée

Ein Medaillon mit Camée aus 585/-Gold unseres Sortiments.

Fingerringe waren nicht nur Zierde, sondern auch Ausdruck von Würde, Status des Trägers oder Bezeichnung von Beamtenrängen. Die Siegel- oder Wappenringe bezeichneten die Zugehörigkeit zu einer adeligen Familie oder ein Symbol des Staates. Die ersten Fingerringe, die ca. 21.000 Jahre alt sind bestanden aus Knochen, Holz, Stein oder Bernstein. Später wurden Ringe auch aus Edelmetallen, Bronze, Eisen oder Glas hergestellt. Die Wertigkeit des Fingerringes als Schmuck, die Symbolkraft oder den Status des Trägers, spiegelten sich in der Verarbeitung mit Metallen, Darstellung von Motiven, welche Art der Schmuckverzierung verarbeitet wurde durch Edelsteine und Perlen wider. Auch drücken spezielle Ringdesigns Beziehungen zwischen Menschen aus. Das Tragen von Verlobungs- und Eheringen ist seit der Antike bis heute gebräuchlich. Im antiken Rom waren für Frauen das Tragen von eisernen Eheringen am linken Ringfinger Pflicht, nicht nur als Zeichen der Bindung, sondern auch als Empfangsbestätigung der Mitgift. Das Tragen des Eheringes am linken Ringfinger geht auf eine alte Tradition zurück und der Vorstellung, dass eine Ader direkt von diesem Finger zum Herzen führt, die sogenannte Vena Amoris, die Liebesader. Auch sakrale und religiöse Bedeutung misst man dem Fingerring bei. Als Beispiel das Tragen eines dreiteiligen Ringes symbolisch für die Dreifaltigkeit des Christentums. Eine besondere Symbolkraft von Ringen mit dem Motiv „Unendlichkeit“ ist die Unzertrennlichkeit von Beziehungen, denn dieser Ring lässt sich nicht trennen, ohne ihn zu beschädigen. Die Verstärkung der Symbolkraft erfahren Ringe besonders als Insignien geweihter Jungfrauen (z.B. Ordensschwestern) oder für christliche Würdenträger ist die Fixierung eines Amethyst an den Ring. Der Amethyst gilt als Stein der Anmut und Weisheit.

Schmuck in der Antike

Sehr eindrucksvoll ist das Imperium Romanum, das von ca. dem 8. Jahrhundert v. Chr. bis zum 7. Jahrhundert n. Chr. existierte; beginnend mit der römischen Königszeit, gefolgt von der römischen Republik und dann die römische Kaiserzeit bis zum Untergang des Imperium Romanum. Das Imperium Romanum war selbst für heutige Begriffe ein Riesenreich. Es erstreckte sich über drei Kontinente und beherrschte den gesamten Mittelmeerraum. Die Amtssprache im Imperium Romanum war Latein. Besonders während der römischen Kaiserzeit blühte der Handel, die Kultur und der Luxus. Im Luxus schwelgen konnten aber nur wenige reiche und gehobene Römer. Im ersten Jahrhundert v. Chr. wurde erstmals im Römischen Reich Goldschmuck kreiert, bislang begnügte man sich mit Kriegsbeute und Schmuck hergestellt in unterlegenen Ländern. Reiche Römer trugen prächtigen Schmuck als Fingerringe, Armreifen, Oberarmreifen, Halsketten, Ohrringe und Haarschmuck. Neben geschliffenen Edelsteinen wie z.B. Saphire, Smaragde, Rubine, Aquamarine und Topase waren Perlen am beliebtesten. Wichtig für die Römer war nicht nur ausgefallen wertvoller Schmuck, er musste auch klappern beim Aneinanderschlagen der Steine und Perlen. Man wollte nicht nur optisch, sondern auch akustisch auffallen und bewundert werden. Weniger vermögende römische Bürger trugen Glasschmuck und Perlmutt.

Schmuck im Mittelalter

Gelbgold Boutons mit Brillanten und Perlen

Ein Paar Gelbgold Boutons mit Brillanten und Perlen aus unserem Sortiment.

Bekleidung und Schmuck im Mittelalter waren fixiert auf die unterschiedlichen Stände und waren Statussymbol. Niedere Stände mussten sich mit Naturfarben der einfachen Bekleidung zufrieden geben, höhere Stände konnten auf bessere Qualität der Stoffe z.B. importierte Seide und bunte Farben zugreifen. Für die Herstellung von Schmuck bevorzugte man für die höheren Stände Edelmetalle und besonders Gold. So geht die Goldschmiedekunst als Handwerk auf das 14. Jahrhundert zurück. Das Tragen von Schmuck hatte im Mittelalter weitreichende Bedeutung als Geldersatz und Tauschmedium, symbolische und mystische Bedeutung oder als Liebesbeweis. Man trug Ringe, Ketten, Ohrringe, Armreifen, Fibeln (Kleidungsnadeln), Broschen und Gürtelschnallen. Besonders beliebt war gravierter Schmuck. Schmuck spiegelt in allen Epochen die derzeitige Mode, den Zeitgeist, die Lebenseinstellung, die Weltanschauung und das kreative Können wider.

Die Renaissance, die Wiedergeburt der Antike kam in der Kunst und Schmuckherstellung besonders zum Ausdruck und begann etwa im 15. Jahrhundert. Im Gegensatz zur Bekleidung, die eine schlanke Silhouette bevorzugte, war der Schmuck pompös. Man trug schwere Goldketten, Haarreifen und Haarschmuck aus Perlen. Die Goldschmiede waren nun keine Handwerker mehr, sondern Künstler. Auch die erste Taschenuhr wurde für das Publikum erschaffen. Die Kleidermode der Renaissance schrieb einen aufwendigen Halskragen vor, den Koller, woraus sich das Collier entwickelte.

Schmuck in der Renaissance

An die Renaissance anschließend kam das Barock. Man konzentrierte sich mehr auf die Glaubensfrage und die französische Lebensart. Goldkreationen verloren den Reiz und Email trat an die erste Stelle. Es war auch die Diamanten-Epoche und die Entwicklung des 16- und 32-Facettenschliffs. Der bislang vorherrschende Cabochonschliff wich dem Facettenschliff. Auch der Strass-Schmuck hielt Einzug in dieser Epoche. Im Spät-Barock entwickelte sich die europäische Kunstrichtung Rokoko. Diese Bezeichnung basiert auf dem französischen Wort Rocaille, was Muschelwerk bedeutet. Aufwendig designte Colliers mit geschliffenen Edelsteinen, Armreifen, Armbänder und luxuriöse Ringe wurden bevorzugt getragen.

Auch Bummelmeier und Biedermann schmückt sich

Schwungvoller Damenring aus Rotgold mit Rauchquarz und Brillanten

Ein Schwungvoller Damenring aus Rotgold mit Rauchquarz und Brillanten aus unserem Sortiment.

Dem Pomp und Luxus wurde ein jähes Ende gesetzt durch die Französische Revolution 1789/1799 und der Klassizismus folgte. Diese Epoche steht ganz im Zeichen Napoleons, der Rückbesinnung auf die Antike und das Goldschmiedehandwerk erreichte neue Blütezeit. Für höher gestellte Persönlichkeiten, die über Reichtum verfügten, verkörperten Schmuck-Sets die neue Mode. Ein Set bestand meistens aus sechs Komponenten: ein Paar Ohrringe, Collier, zwei Armbänder für die rechte und die linke Hand und Diadem, das nannte man Parure. Die nachfolgende Kunst-Epoche das Biedermeier besann sich ideologisch auf die bürgerliche Freiheit und wirtschaftliche Interessen standen im Mittelpunkt. Man glaubte an einen krassen Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit, daher unterwarf man sich der staatlichen und sozialen Ordnung. Infolge dieser pragmatischen Weltanschauung wurde das Tragen von Schmuck ziemlich unmodern. Vermögende Bürger schmückten sich aber mit Ohrschmuck, Armbändern und Diademen. Vereinzelt wurden auch Colliers, lange Halsketten, Ringe und Broschen getragen.

Der Schmuck zur Zeit des Jugendstils

Abgelöst wurde das Biedermeier durch den Jugendstil im 19. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert. Der Jugendstil steht ganz im Zeichen der Moderne und technischen Errungenschaften. Das Vorbild für das Kunsthandwerk des Jugendstils war Japan. Die Schmuckdesigns waren organisch-pflanzlich oder abstrakt. Die bevorzugten Materialien waren Silber, Email, Perlmutt und Glas. Die hergestellten Schmuckstücke waren zum Teil so zerbrechlich, dass sie kaum getragen werden konnten. Der Beginn des 1. Weltkrieges beendete den Jugendstil. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden zwei Hauptströmungen im Schmuck-Design entwickelt das Art-Deco und der Retro-Stil. Der Wandel des Frauenbildes hatte nicht nur auf die Bekleidungsmode Einfluss auch auf die Schmuckkreationen. Kurze Kleider, Bubi-Kopf sowie leichte und beschwingte Designs aus wertvollen Materialien waren nun im Trend. Die Retrowelle war in der Zeit von ca. 1970 bis Ende des 20. Jahrhunderts und bedeutete einen Rückblick auf vergangene Zeiten. Schmuckdesigns und verwendete Materialien spiegelten das Ambiente vergangener Epochen wider. Man kann nachempfundene Kreationen aus der Steinzeit, der Antike, dem Mittelalter und vor allem aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts modisch verändert finden.

Schmuck von heute

Armreif aus Weißgold in Netzoptik

Ein Armreif aus Weißgold in Netzoptik aus unserem Sortiment.

Das 21. Jahrhundert zeigt die Globalisierung der Kunst und versucht einen Ausweg aus dem Chaos zu finden. Die geschaffenen Kunstwerke zeigen eine große Mannigfaltigkeit von Ansätzen der Themen mit erzählerischen Impulsen und globalen Bezügen mit dem Individuum im Vordergrund. Die vorherrschenden weltweiten Themen, die überwiegend künstlerisch umgesetzt werden sind Wirtschaftlichkeit, Chaos, Gewalt und Terror sowie der krasse Gegensatz die Unterhaltung. Eine gewisse Unsicherheit im künstlerischen Sinne aufgrund lebensverändernder Ereignisse macht sich breit und wird in diesen Kreisen als schön empfunden. In Frage gestellt sind die Weltsysteme als Ganzes und in ihren Teilen, verbreiten Unsicherheit aufgrund einer sich sehr schnell verändernden Welt und Weltordnung. Im Gegensatz zu früheren Epochen, war Schmuck als Statussymbol oder der Würde des Trägers kreiert worden. Im 21. Jahrhundert ist man völlig abgewandt, nur der Geldbeutel spielt bei der Auswahl der Materialien und namhaften Designer eine Rolle. Es handelt sich um eine Schmucklandschaft aufgrund der großen Vielzahl der angebotenen Stücke und der Schmuckträger ist zum Schmuck-Konsumenten geworden. Getragen wird was hergestellt wurde und gefällt sowie, was man sich finanziell leisten kann. Neben Klassikern Halskette, Collier, Armreifen und Armbändern, Ringen unterschiedlichen Designs als Solitäre, Memoire-Ringe oder anders, Ohrringe als Ohrstecker, Ohrhänger, Ohrhaken, Durchziehhänger, Ohrclips, Broschen sind Diademe völlig aus der Mode. Uhren als Armbanduhren, Taschenuhren, Gürteluhren, Umhängeuhren sind modisch aktuell und haben eine praktische Nebenwirkung. Neuzeitlich und modern ist Piercing aller Art für das Gesicht, die Ohren oder den Bauchnabel. Piercing bedeutet das Durchstechen oder Durchbohren von Hautschichten, um Schmuckelemente anzubringen. Prinzipiell geht Piercing auf eine sehr alte Tradition zurück ist aber heutzutage absoluter Schmucktrend. Die Materialien für Schmuck aus dem 21. Jahrhundert sind verschiedene Goldverarbeitungen, Platin, Silber, Titan, Edelstahl, Messing, Aluminium, plattiert, beschichtet oder vergoldet, oder Leder, Seide, Kautschuk, Kokosfasern und ähnliches mehr. Als Schmuckerweiterung sind klassische Edelsteine sehr beleibt aber auch synthetisch hergestellte Edelsteine, sowie natürliches Glas, Bernstein oder hergestelltes Glas und Kristall. Die Schliffformen gehen von traditionellem Glatt- und Rundschliff über komplizierte Facettenschliffe. Eine Stilrichtung für Schmuckdesigns existiert nicht, es scheint vielmehr die kreative Vereinigung sämtlicher Design-Richtungen der Epochen zu sein. Neben Piercing große Schmuckmode des 21. Jahrhunderts sind Einhänger oder Beads genannt. Dies sind Schmuckelemente, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen aber meistens zur Basis von Silber mit weiteren Verzierungen, bunt oder uni, mit und ohne Edelsteinen oder Perlen, mit einem einfachen Loch mittig, um diese Beads je nach Geschmack selbst an Ketten und Armbändern zu kombinieren. Ferner ein absoluter Modetrend ist das Tragen von Medaillons. Medaillons sind Anhänger mit Scharnier und Klappe zum Öffnen und Schließen und Unterbringung von Miniaturen oder einer Locke, für ein bis sechs Fotos. Die Formen sind rund, oval, herzförmig, quadratisch oder rechteckig. Das Grundmaterial ist entweder Edelstahl, beschichtet, plattiert vergoldet oder pur, Silber, Gold oder Platin. Die Designs sind glatt und glänzend, mit einem Dekor versehen oder mattiert, mit und ohne Edelsteinen oder synthetischen Edelsteinen. Das Angebot ist sehr vielfältig wie alles im 21. Jahrhundert gibt es für jeden Gebrauch, für jeden Geschmack und jeden Anlass sowie für jeden Geldbeutel das Richtige. Wir befinden uns aber erst Anfang des 21. Jahrhunderts, sehen wir, was die Zukunft uns bringen wird und wie sich Designs, Geschmack und Möglichkeiten variieren werden.

 

 

Posted in Wissen | Leave a comment