Spinelle

Roter Spinell

Ein roter Spinell.
Rob Lavinsky, iRocks.com – CC-BY-SA-3.0 [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Der Spinell ist ein Mineral der Mineralklasse der Oxide und besteht hauptsächlich aus Magnesium, Aluminium und Sauerstoff, daher wird er auch als Magnesiumaluminat bezeichnet. Der Spinell bildet ein interessantes Kristallsystem aus, verfügt über die Mohshärte 8 und gehört somit zu den Edelsteinen.  Die zur Schmuckverarbeitung nicht tauglichen Exemplare, finden Anwendung in der Industrie und in der Chemie. Wie auch bei anderen Edelsteinen ist die Farbvielfalt groß und hat ihren Ursprung in den weiteren Beimengungen, ob natürlich oder durch Menschenhand. Weitere Beimengungen  können  Eisen, Chrom, Zink, Kobalt oder Mangan sein.

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Der Spinell ist Namensgeber einer Mineralgruppe ähnlicher Zusammensetzung und Kristallstruktur.  Die Farbvarietäten sind: violett, rot, rosa, gelb, grün, blau, braun und schwarz.  Die Existenz des Spinells ist erst seit ca. 150 Jahren bekannt und als selbständiges Mineral anerkannt. Daher kann es auch heute noch vorkommen, dass veraltete Bezeichnungen im Handel vertreten sind und Verwechslungen mit Granat und Rubin (Korund) beispielsweise vorkommen.  Als klassische Beispiele derartiger Verwechslungen gelten die berühmten Edelsteine aus den britischen Kronjuwelen, die fälschlicherweise als Rubine bezeichnet werden, aber tatsächlich Spinelle sind.

Der Name Spinell wird einmal aus dem Griechischen hergeleitet und bedeutet „Funken, funkeln“, auch eine ältere Bezeichnung für rote Edelsteine ist Karfunkel, und aus dem Latein „spina“ und bedeutet Spitze, weil der Spinell-  Kristall häufig sechs Spitzen hat.  Durchsichtig rot und blaue Spinell- Kristalle sind sehr selten.

Blauer Spinell

Ein blauer Spinell.
Rob Lavinsky, iRocks.com – CC-BY-SA-3.0 [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Der Spinell kommt als ausgebildeter Kristall in erkalteter und erstarrter Magma und im Marmor vor. Seine Begleitminerale sind u.a. Korund (Rubin und Saphir), Andalusit und Silliamit. Im Jahre 2009 wurde der Spinell an etwa 900 Fundorten festgestellt.  Als Beispiele wird der grüne Spinell in Sibirien gefunden. In den U.S.A., Sri Lanka, Myamar und Tadschikistan kommen u.a. violette Spinellkristalle vor.  Weitere Vorkommen anderer Farbvarietäten sind in Kanada, Thailand und Afghanistan, sowie Nepal, Madagaskar, Nigeria und Tansania. Der Spinell ist ein außergewöhnlich schöner Edel- und Schmuckstein, der in allen seinen Farbvarietäten ein auserlesenes Accessoire darstellt.

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