Granat

Granat

Ein Granat.
zdjęcia Piotr Menducki [GNU Free Documentation License] [via Wikimedia Commons]

Die Bezeichnung Granat kommt aus dem Latein „granum“ und bedeutet körnig. Oft wird er als kleine runde Körner gefunden auch kann man deutlich im Innern des Kristalls Körner erkennen.  Granat kommt natürlich als Gruppe vor und gehört zur Mineralklasse der Insel- bzw. Neosilicate.  Weitere Vertreter der Insel. bzw. Neosilicate sind Olivin, Zirkon, Andalusit, Staurolith, Topas und Beryll. Die Granatgruppe gehört zu den gesteinsbildenden Mineralen und bildet ein kubisches Kristallsystem aus.  Die Grantgruppe kann Elmentarteilchen von Magnesium, Eisen, Mangan, Calcium, Aluminium, Chrom, Vanadium, Titan, Zirkon, Selen, Phosphor, Arsen und Sauerstoff enthalten. Je nach Bestandteilen weisen die Granate große Farbvarietäten auf.

Aus der Granatgruppe verwendet man folgende Minerale zur Schmuckherstellung (hier sollen nur die Wichtigsten genannt werden):

Der Pyrop besteht aus Sauerstoff, Magnesium, Aluminium und Silicium. Er verfügt über eine Mohshärte von 7,5  und gehört somit zu den Edelsteinen. Der Ursprung des Namens ist altgriechisch und bedeutet feuerähnlich.  Er ist der klassische Schmuckstein der Granatgruppe und besonders bekannt aus der Viktorianischen Zeit.  Er ist auch als „Böhmischer Granat“ bekannt. Der Pyrop ist ein überwiegend roter Edelstein in den Nyancen schwarzrot, purpurrot, blutrot, orangerot und rosa. Er ist durchscheinend bis durchsichtig und verfügt über Glasglanz. Fundorte des Pyrop sind Tschechien, Südafrika, Australien und U.S.A.

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Der Alamandin  gehört zur  Granatgruppe und zu den Insel- bzw. Neosilicaten. Chemisch gesehen ist er ein Eisen- Aluminium- Silicat.  Er kann auch Bestandteile von z.B. Mangan, Magnesium, Calcium, Natrium, Kalium, Chrom und Vanadium enthalten je nach Fundort.  Der Alamandin bildet ein Kristallsystem aus, verfügt über Glasglanz und kommt in den Farbvarianten rot bis rotviolett und schwarzbraun vor.  Er verfügt über die Mohshärte von 7 bis 7,5 und gehört somit zu den Edelsteinen.  Der Alamandin ist einer der häufigsten und heutzutage meist verarbeiteten Granate.  Seine Fundorte sind u.a  die Türkei, Brasilien, Indien, China,  Madagaskar, Mexiko, Sambia und Tansania, sowie auf dem Mond. Der Alamandin kann auch äußerlich mit Rubin, Spinell oder rotem Turmalin verwechselt werden.

Der Uwaworit  gehört zur Granatgruppe, zu den Insel- bzw. Neosilicaten und kommt in der Farbe smaragdgrün vor, verfügt über die Mohshärte von 6,5 bis 7,5 und gehört somit zu den Edelsteinen. Seine weiteren Hauptbestandteile sind Calcium und Chrom, sowie Sauerstoff. Die häufigsten Fundorte sind:  England, China, Russland, Finnland, Italien, Kuba, Japan, Kanada, Norwegen, Österreich, Polen und  U.S.A.

Der Andradit  gehört zur Grantgruppe, sowie zur Andradit- Grossular- Serie und ist ein Calcium- Eisen- Silicat. Seine weiteren Bestandteile können Aluminium und Titan sein. Je nach Bestandteilen erscheint die Edelstinfarbe z.B. in schwarz der Titan- Andradit  auch Melanit genannt.  Er verfügt über die Mohshärte von 6,5 bis 7,5 und gehört somit zu den Edelsteinen. Seine Fundorte sind u.a. Italien, Russland und U.S.A.

Der Grossular  gehört zur Gruppe der Granate und ist ein Calcium- Aluminium- Inselsilicat.  Die Bezeichung Grossular kommt aus dem Latein und bedeutet Stachelbeere.  Je nach weiteren Beimengungen zeigt er die Farbvarietäten farblos, gelbgrün bis dunkelgrün, goldgelb, rosa, rot, orange, gelbbraun bis rotbraun. Er verfügt über die Mohshärte von 6,5 bis 7 und gehört zu den Edelsteinen. Seine Fundorte sind u.a. Mexiko, Deutschland, Österreich und die Schweiz.

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Der Spessartin  wird auch als Mangan- Tonerdegranat bezeichnet.  Er besteht aus Silicium, Aluminium, Mangan und Sauerstoff.  Er gehört zur Granatgruppe und zu den Insel- bzw. Neosilicaten.  Der Spessartin kommt in den Farben rot, rotorange, gelbbraun, rotbraun und braun vor.  Er verfügt über eine Mohshärte von 6,5 bis 7,5 und gehört zu den Edelsteinen.  Der Spessartin ist sehr selten und wurde zuerst im Spessart in Deutschland gefunden, daher auch sein Name.  Mittlerweile findet man ihn auch in Namibia, Nigeria und Sri Lanka.

Der Calderit  gehört zur Gruppe der Granate, sowie zu den Insel- bzw. Neosilicaten. Der Calderit ist ein Mangan- Eisen- Silicat und bildet Mischkristalle mit Spessartin und Andradit. Er ist meist durchsichtig und von orangegelber, dunkelgelber, rötlichgelber oder rotbrauner Farbe.  Der Calderit ist sehr selten und verfügt über eine Mohshärte von 7 und gehört zu den Edelsteinen. Seine Fundorte sind u.a. Labrador in Kanada, Nabia, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Wie bereits in anderen Artikeln beschrieben, wurden rote Edelsteine bzw. rote Schmucksteine wie Granat, Spinell und Rubin als Karfunkel bezeichnet.

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