Schmuck übersteht 1950 Jahre im Erdboden

"Colchester mosaic" by access.denied - http://www.flickr.com/photos/access/395606932/. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons.

Ein Mosaik aus Colchester zeugt noch von der Zeit der römischen Besatzung. „Colchester mosaic“ by access.denied – http://www.flickr.com/photos/access/395606932/. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons.

In Colchester wurde bei Renovierungsarbeiten eines Kaufhauses nun ein besonderer Fund von Schmuck aus der Zeit der römischen Besatzung Englands ausgegraben. Der Fund wurde auf das Jahr 61 n. Chr. datiert, als Colchester durch den Aufstand der Boudicca niedergebrannt wurde. Für die Archäologen ist dieser Fund von besonderer Bedeutung, da dieser der besterhaltenste dieser Art in  Großbritannien ist.

Ein Eigentümer wechseln kann so einige Veränderungen mit sich bringen, so auch für die Archäologen des Colchester Archaeological Trust, die durch die Renovierungsarbeiten am Kaufhaus Williams & Griffin schon seit einigen Monaten die Gelegenheit haben einen Blick auf die Überreste des alten Camulodunum zu werfe, welche sich noch immer unter dem heutigen Colchester befinden. Nachdem Camulodunum im Rahmen der Boudicca Revolte im Jahre 61 n. Chr. nach einer zweitägigen Belagerung bis auf die Grundmauern niedergebrannt wurde, wurde die Stadt Colchester aufgebaut. Das alte Camulodunum geriet in Vergessenheit.

 

Die Bewohner wurden nicht evakuiert, sondern hofften auf die neunte Legion

Bis heute stehen noch die Mauern des alten Camulodunum und lassen erahnen wie die Antike Stadt ausgesehen haben muss. "Camulodunum Roman Wall, Colchester" by Monika - originally posted to Flickr as Roman. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons.

Bis heute stehen noch die Mauern des alten Camulodunum und lassen erahnen wie die Antike Stadt ausgesehen haben muss.
Camulodunum Roman Wall, Colchester“ by Monika – originally posted to Flickr as Roman. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons.

Zur Zeit der Belagerung hofften die Bewohner vergeblich auf das Eintreffen der neunten Legion und suchten Schutz in ihren Häusern. So vermuten die Archäologen, dass der Schmuck – welcher einer wohlhabenden römischen Bürgerin gehört haben musste – durch einen Diener unter dem Fußboden im Flur eines Hauses versteckt wurde. Nicht weit von dem Fund haben die Archäologen im gleichen Flur Knochenreste eines Menschen gefunden welche durchaus in einen Kampf verwickelt gewesen sein konnte, wie Knochenabspaltungen vermuten lassen.

 

Der Schatz

Der Schatz konnte bereits teilweise von der in einschließenden Erde befreit werden. So konnte man bereits folgende Gegenstände feststellen:

  • drei Goldarmreife
  • ein kleiner Beutel mit Münzen
  • eine kleine Schmuckschachtel mit
    • zwei paar Ohrringen
    • vier Goldringe

Jetzt wird der Schmuck konserviert und von organischen Substanzen wie Leder und Holz befreit. Letztendlich soll der Schmuck in den Museen in Colchester und Ipswich ausgestellt werden.

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