Kamee – Gemme

Die Bezeichnung Kamee oder Camée kommt aus dem Latein „cameus“ und bedeutet mehrfarbig und aus dem Italienischen „Chama“ und bedeutet Muschel.  Kameen bestehen oft aus Muschelbestandteilen oder aus Achat sowie Sardonyx. Andere Materialien sind Lavagesteine und Moluskenschalen. Molusken sind Weichtiere mit umhüllender Schale ähnlich den Schnecken und kommen im Meer oder auf dem Festland im Süßwasser vor.  In komplizierten Verfahren in Handarbeit mit Präzisionswerkzeugen werden unterschiedliche Motive figürlich aus einem Schmuckstein herausgeschnitten, wobei der Hintergrund völlig weggeschnitten wird. Die Kamee ist nach Vollendung des  Schnittes als erhabenes bzw. herausragendes Relief zu sehen.  Reliefs sind kunstvolle Darstellungen, die sich plastisch vom Hintergrund abheben oder herausragen.

Medaillon mit Camée

Ein Medaillon mit Camée aus 585/-Gold unseres Sortiments.

Kameen sind seit dem 4. Jahrhundert vor Christus bekannt und wurden weniger als Schmuck hergestellt, sondern eher als Ausdruck repräsentativer Orte, Personen und Gelegenheiten z.B. ein Medaillon als Adler- Kamee aus Rom aus dem Jahre 27 vor Christus.

Die Gemme oder Intaglio wird aus Lagenstein bevorzugt aus Quarzstein z.B. aus Chalcedonen hergestellt. Im Gegensatz zur Kamee wird das Bild vertieft in den Schmuckstein hineingeschnitten. Gemmen werden heute ausschließlich für Schmuck verwendet. Die Tradition des Gemmenherstellens geht auf das 5. bis 3. Jahrtausend vor Christus zurück. Besonders schöne und wertvolle Steinschneidekunst kam von den  Ägyptern, Persern, Assyrern und Griechen.


 Für  Siegelringe oder allgemein für Siegel wurden Gemmen verwendet.  Die Bezeichnung Gemme stammt von dem lateinischen Wort „gemma“ und bedeutet Knospe und Edelstein. Daher leitet sich auch der Fachbegriff Gemmologie für die Edelsteinkunde ab.  Als erste Gemme gilt ein Siegel zu Beginn des 4. Jahrtausends vor Christus in Mesopotamien, man gravierte einen Zylinder mit relativ einfachen Motiven. Bei antiken Gemmen wurden in den gravierten Stein Bienenwachs, Ton oder Blei eingegossen. Gemmen fand man nicht nur als Siegel, sondern als Schmuck z.B. an Gefäßen, Fingerringe, Ohrringe und Broschen. Gemmen hatten auch eine mythische und magische Bedeutung. Sie sollten Glück bringen und Schaden abwenden.

Danach wurden auch die Motive gewählt , vielfach Götterabbildungen und Bilder aus der Sagenwelt. Motive von heute sind Frauenbilder, Blumen und Tiere.

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