Schmucksteine, Edelsteine, Halbedelsteine und Minerale

Eiswasserfall

Ein vereister Wasserfall. Der gefrorene Zustand von Wasser ist ein Mineral.

In der Gemnologie (Lehre der Edelsteine) sind Schmucksteinenatürliche Materialien z.B. Minerale, Gesteine, Fossilien, Bernsteine, Pechkohle, Perlen, Perlmutt, Korallen und Gestein aus Glasschmelze, die formschön sind und verarbeitbar. Leucit, ein Mineral als Beispiel wäre ein Schmuckstein, läßt sich nicht verarbeiten, zählt demnach nicht zu den Schmucksteinen, wird aber von Sammlern und Museen hochgeschätzt. Die Verarbeitung von Steinen als Schmuck ist u.a. seit der Altsteinzeit bekannt.

 

Smaragdenhalskette

Eine Facettierte Smaragdenhalskette in 14k Gold aus unserem Sortiment.

Edelsteine sind im Allgemeinen seltene Minerale, die als wertvoll eingestuft werden. Sie müssen folgende Kriterien erfüllen: Einen Härtegrad größer als Mohshärte 7, Lichtdurchlässigkeit bzw. Transparenz, Reinheit, Farbe, chemische Zusammensetzung, Entwicklung des Kristallsystems und physikalische Eigenschaften wie Brechungsindex, Dispersion, spezifische Dichte, Spaltbarkeit,  Schleifbarkeit, Sprödigkeit und Glanz. Eine besondere Edelsteinart ist der Alexandrit, der durch Pleochroismus mehrfarbig und doppelbrechend ist. Als Pleochroismus in der Gemnologie wird die Mehrfarbigkeit von Mineralen bezeichnet bei Betrachtung aus unterschiedlichen Blickrichtungen. Es kommt entweder zum kompletten Farbwechsel oder zu einer unterschiedlichen Farbtiefe. Um den Wert eines Edelsteins abschließend zu beurteilen, ist das Gewicht in Karat ausschlaggebend. Zu den Edelsteinen zählen Diamant, Rubin, Saphir und Smaragd. Speziell, welches Mineral zu den Edelsteinen gezählt wird, ist von der subjektiven Wahrnehmung und dem jeweiligen Kulturkreis abhängig.

Der Begriff  Halbedelsteine ist umgangssprachlich und wird heute in der offiziellen  Namensgebung nicht mehr verwendet. Zur Kathegorie Halbedelsteine gehörten Minerale, die sich durch ihre Schönheit auszeichneten, aber häufiger in der Natur vorkamen, sowie eine geringere Härte besaßen und demnach als nicht so wertvoll eingestuft wurden.

Saphirring

Ein Saphirring mit 14k Gold aus unserem Sortiment.

Als Mineral  bezeichnet wird im Bergmännischen ein Grubenerz. Minerale sind Elemente oder Verbindungen,  die durch geologische Prozesse entstanden  sind und in kristalliner Form vorkommen können. Seit dem Jahre 2008 sind 4.600 Minerale bekannt. Auch natürliches Glas ist ein Mineral.  Die Lehre der Minerale ist die Mineralogie. Minerale sind Feststoffe, Flüssigkeiten gelten normalerweise nicht als Mineral. Wasser ist kein Mineral, Eis gehört zu den Mineralen.  Quecksilber kommt auf der Erde in flüssiger Form vor und gehört trotzdem zu den Mineralen.  Durch Meteoriteneinschlag als Beispiel finden sich auch extraterristische Stoffe auf der Erde. Man geht davon aus, auf anderen Himmelskörpern ähnliche Prozesse zur Gesteinsbildung stattgefunden haben. Deshalb gehören diese Stoffe zu den Mineralen.  Als Minerale gelten auch Stoffe natürlichen Ursprungs, die von Menschen verändert wurden.

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